Emmendingen erhöht Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026
H.-Dieter ReuterEmmendingen erhöht Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026
Emmendingens Stadtrat stimmt am 28. April 2026 über neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab
Die aktualisierte Preisgestaltung soll einen kostendeckenden Betrieb gewährleisten und sämtliche wohnungsbezogenen Ausgaben abdecken. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen zum 1. Mai 2026 in Kraft.
Die vorgeschlagene Gebührenstruktur sieht unterschiedliche Sätze je nach Unterkunft vor: In der Einrichtung Hebelstraße 1 zahlen Bewohner künftig 22,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die Unterkunft Am Sportfeld erhebt mit 22 Euro pro Quadratmeter einen leicht niedrigeren Betrag. Im großen Obdachlosenheim an der Bundesstraße fallen dagegen pauschal etwa 439 Euro pro Person und Monat an.
Die neuen Gebühren decken alle Kosten ab – von Miete über Nebenkosten, Wasser und Müllabfuhr bis hin zu Instandhaltung und Möblierung. Die Stadt betont, dass es mit den Anpassungen nicht um Gewinnmaximierung gehe, sondern um die finanzielle Tragfähigkeit der Einrichtungen. Dennoch bleibt der angespannte Wohnungsmarkt in Emmendingen eine Hürde für die Wiedereingliederung der Bewohner in dauerhaftes Wohnraum.
Die Unterkünfte sind als Übergangslösung gedacht, mit dem langfristigen Ziel, Menschen den Weg zurück in den regulären Wohnungsmarkt zu ebnen. Die Behörden räumen ein, dass das begrenzte Angebot an Mietwohnungen in Emmendingen diesen Schritt für viele erschwert.
Sollte der Stadtrat zustimmen, gilt das überarbeitete Gebührensystem ab dem 1. Mai 2026. Die Bewohner müssen dann mit angepassten Kosten rechnen, während die Stadt sicherstellt, dass alle Betriebsausgaben gedeckt sind. Die Änderungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, finanzielle Stabilität mit der Unterstützung von Wohnungsbedürftigen in Einklang zu bringen.






