Drogenbeauftragter lobt Haftbefehls Netflix-Doku über seine Kokainsucht als bewegend und ehrlich
Enrico HerrmannDeutschlands Drogenzar Streeck nennt Haftbefehls Doc 'berührend' - Drogenbeauftragter lobt Haftbefehls Netflix-Doku über seine Kokainsucht als bewegend und ehrlich
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, hat eine neue Netflix-Dokumentation über den Rapper Haftbefehl gelobt. Der Film 'Babo – The Haftbefehl Story' beleuchtet den jahrelangen Kampf des Künstlers mit seiner Kokainsucht. Blienert bezeichnete die Doku als sowohl intensiv als auch zutiefst bewegend.
Die Produktion feierte 2025 in Berlin Premiere, bevor sie auf Netflix zum Streaming-Hit wurde. Unter der Regie von Juan Moreno und Sinan Sevinç begleitet der Film Haftbefehl – mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan – bei seinen offenen Schilderungen über seine Sucht und deren Folgen.
Blienert, ein ausgebildeter Mediziner, hob die Ehrlichkeit des Films hervor. Er stellte die schonungslose Darstellung der Drogenabhängigkeit dem oft verharmlosenden oder gar verherrlichenden Bild von Kokain in der Rap-Musik gegenüber. Besonders würdigte der Drogenbeauftragte Haftbefehls Mut, sich öffentlich zu äußern.
Die Dokumentation sorgt mit ihrem ungeschönten Blick auf die Sucht für Aufsehen. Blienerts Aussagen unterstreichen ihre Wirkung, gängige Vorstellungen über Drogenkonsum in der Musikszene infrage zu stellen. Der Film bleibt auf Netflix abrufbar.