25 February 2026, 14:38

Dritte Tarifrunde für Nahverkehrsbeschäftigte in Baden-Württemberg gestartet

Ein Plakat mit zwei Personen vor einer Berglandschaft und dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Dritte Tarifrunde für Nahverkehrsbeschäftigte in Baden-Württemberg gestartet

Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) geht in die dritte Runde der tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr. Ziel der Gespräche ist es, faire Arbeitsbedingungen mit der angespannten Haushaltslage der Städte und Gemeinden in Einklang zu bringen. Steigende Kosten und unsichere Einnahmen erschweren den Kommunen die Budgetplanung zunehmend.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

An den aktuellen tarifverhandlungen sind rund 6.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Baden-Württemberg beteiligt, darunter auch in Freiburg, Stuttgart und Karlsruhe. Im Mittelpunkt stehen die Regelungen zu Zulagen, wobei Teile des Tarifvertrags 2024 noch schrittweise eingeführt werden. Seit 2023 sind die durchschnittlichen Löhne im kommunalen Nahverkehr – inklusive Zulagen – um über 20 Prozent gestiegen.

Der KAV räumt ein, dass die Haushalte der Kommunen unter Druck stehen, und verweist auf höhere Personal-, Energie- und Materialkosten. Der Verband betont die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung, die den ÖPNV stabil hält und gleichzeitig faire Bezahlung sichert. Bisher sind in Baden-Württemberg keine konkreten streiktermine angesetzt; entscheidende Weichenstellungen werden für den 25. und 27. Februar 2026 erwartet.

Die tarifverhandlungen finden auf regionaler Ebene statt und umfassen Arbeitgebervertreter aus allen 16 Bundesländern. Bundesweit sind etwa 100.000 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr von ähnlichen tarifgesprächen betroffen. Der KAV appelliert an eine zügige Einigung und verweist auf die seiner Meinung nach bisher konstruktiven tarifgespräche.

Das Ergebnis dieser tarifverhandlungen wird die Arbeitsbedingungen von Tausenden Nahverkehrsbeschäftigten in Baden-Württemberg prägen. Gleichzeitig muss jede Vereinbarung die finanziellen Spielräume der Kommunen berücksichtigen. Die nächsten Schritte hängen von den Entscheidungen Ende Februar 2026 ab.