17 March 2026, 00:42

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Warum Deutschlands ePA scheitert – trotz dringendem Bedarf

Ein buntes Design auf der rechten Seite mit den Worten "AI, Apps, IoT" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Warum Deutschlands ePA scheitert – trotz dringendem Bedarf

Deutschlands Vorstoß für digitale Gesundheitsversorgung kommt nur langsam voran

Seit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im Jahr 2021 hat Deutschlands Digitalisierungsoffensive im Gesundheitswesen nur zögerliche Fortschritte gemacht. Zwar haben Updates die technische Stabilität verbessert, doch Ärzte und Patienten bleiben skeptisch. Nun fordert der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) schnellere und zuverlässigere digitale Lösungen, um Arztpraxen und die Versorgung im bundesländern zu stärken.

Die ePA sollte die Gesundheitsversorgung durch die Digitalisierung von Patientendaten effizienter gestalten. Doch bis 2024 nutzten sie nur 10 bis 15 Prozent der Patienten, während viele ärzte sich weiterhin zurückhielten. Umfragen zeigten tiefe Bedenken: 65 Prozent des medizinischen Personals bewerteten den Datenschutz als "nicht sicher" oder schlechter. Weitere 84 Prozent sahen keinen praktischen Nutzen im Arbeitsalltag.

Ländliche Regionen kämpfen mit zusätzlichen Hindernissen, darunter schlechte Breitbandanbindung und eingeschränkte Mobilität. Diese Defizite erschweren die Einführung digitaler Tools – obwohl der PKV betont, wie wichtig sie sind, um ärzte zu gewinnen und die ambulante Versorgung aufrechtzuerhalten.

Der Verband pocht darauf, dass die Digitalisierung vor allem Stabilität und Barrierefreiheit priorisieren muss. Gefordert werden interoperable Plattformen für alle Versicherten, mit möglichst wenig Störungen, um Vertrauen aufzubauen. Zudem verlangt der PKV eine schnellere Umsetzung, mehr Wettbewerb und bessere prozentrechner und prozentrechnung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz der Herausforderungen könnten digitale Erstanamnesen und optimierte Planungstools die Belastung in den Praxen verringern. Der PKV besteht darauf, dass die private Krankenversicherung eine zentrale Rolle bei der Finanzierung und Unterstützung dieser Veränderungen spielen muss.

Die zögerliche Nutzung der ePA unterstreicht die anhaltenden Hürden bei Deutschlands digitalem Wandel im Gesundheitswesen. Ohne stärkere Datensicherheit, spürbare Vorteile im Praxisalltag und eine bessere Infrastruktur auf dem Land wird der Fortschritt begrenzt bleiben. Ob die Digitalisierung letztlich dazu beiträgt, die Belastung der medizinischen Versorgung zu mindern, könnte davon abhängen, ob es gelingt, wie vom PKV gefordert, zuverlässige und inklusive Systeme zu etablieren.

AKTUALISIERUNG

Ärzte setzen auf ePA, während Patientenzweifel bleibt

Gesundheitsdienstleister setzen vermehrt auf das elektronische Patientenakten-System Deutschlands, trotz anhaltender Patientenskepsis. 85% der Arztpraxen nutzen jetzt ePA-Dateien, mit 25 Millionen Medikationslisten, die seit der verpflichtenden Einführung im Jahr 2025 wöchentlich geöffnet werden. TK-Chef Jens Baas bemerkte: 'Das elektronische Patientenakten-System ist 2025 erfolgreich gestartet.' Allerdings nutzen nur 3,6% der Versicherten aktiv das System, wobei Datenschutzbedenken als das Haupthindernis genannt werden.