Deutschlands Frauen-Handballteam startet die Heim-Weltmeisterschaft mit 'gesundem Druck'
H.-Dieter ReuterDeutschlands Frauen-Handballteam startet die Heim-Weltmeisterschaft mit 'gesundem Druck'
Deutschlands Handball-Frauen starten mit Heim-WM in die Medaillenjagd
Am Mittwochabend beginnt für die deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft die Heim-Weltmeisterschaft. Das Auftaktspiel gegen Island findet in der Stuttgarter Porsche-Arena statt, wo über 6.000 Fans die Mannschaft anfeuern werden. Das Team strebt die erste Medaille seit 18 Jahren an – und will mit einem Sieg in das Turnier starten.
Akribisch haben sich die Spielerinnen auf die WM vorbereitet. Ein kräftiges Frühstück und eine Aktivierungseinheit am Morgen gehören zur Routine vor dem Spiel. Bundestrainer Markus Gaugisch betonte, wie wichtig es sei, der emotionalen Intensität der Isländerinnen auf dem Feld Paroli zu bieten.
Mannschaftskapitänin Xenia Smits beschrieb die Stimmung als eine Quelle positiven Drucks. Auch Leistungsträgerin Emily Vogel hob den Vorteil hervor, vor einer begeisterten Heimatkulisse zu spielen. Die letzte WM im eigenen Land liegt bereits sieben Jahre zurück – 2017 war Stuttgart zuletzt Gastgeber. Für die Spielerinnen ist das Turnier daher eine seltene Chance. Über den sportlichen Erfolg hinaus hoffen sie, die Popularität des Handballs zu steigern. Besonders am Herzen liegt ihnen, junge Athletinnen durch Vorbilder zu motivieren. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sandte dem Team seine Unterstützung und wünschte viel Erfolg für die Titelkämpfe.
Das Spiel gegen Island markiert den Startschuss für Deutschlands Medaillenambitionen. Eine starke Leistung vor ausverkauftem Haus könnte den Ton für die gesamte Weltmeisterschaft angeben. Jetzt geht es darum, unter Druck zu bestehen – und gleichzeitig die nächste Generation von Handballerinnen zu begeistern.