08 January 2026, 20:45

Chaos statt Fußball: Freiburgs 3:1-Sieg in Nizza wird zur Zerreißprobe für Fans und Team

Ein Fussballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei Fussbällen sichtbar, zahlreichen Zuschauern in Regenmänteln mit Schirmen und mehreren Kameramännern, die das Ereignis aufnehmen.

SC Freiburg kritisiert Probleme bei Fanreisen - Chaos statt Fußball: Freiburgs 3:1-Sieg in Nizza wird zur Zerreißprobe für Fans und Team

SC Freiburg sichert 3:1-Sieg gegen OGC Nizza in der Europa League – doch das Spiel wurde von chaotischen Vorfällen überschattet

Die Fans hatten mit langen Wartezeiten, harter Polizeipräsenz und sogar einem platten Ball zu kämpfen, der das Spiel auf dem Platz beeinträchtigte.

Auch die Rückreise gestaltete sich für die Mannschaft problematisch: Nebel und Flugkomplikationen zwangen die Spieler, eine Nacht länger in Nizza zu verbleiben.

Die Probleme begannen bereits vor Anpfiff, als etwa 300 der 1.500 mitgereisten Freiburg-Fans über eine Stunde in ihren Bussen festsaßen. Verärgert über die Verzögerungen blieben viele während des Spiels demonstrativ still – als Protest gegen die ihrer Meinung nach überzogene Polizeikontrolle. Zwei Fans wurden vorübergehend festgenommen, später aber wieder freigelassen, da sich auch die Ausstiegsprozeduren verzögerten.

Auf dem Platz sorgte ein sichtbar unterinflater Ball für Verwunderung beim Schiedsrichter. Zwar war er nicht komplett platt, führte aber zu wiederholten Spielunterbrechungen, bis die Offiziellen eingriffen. Trotz der skurrilen Situation übernahm Freiburg die Kontrolle: Vincenzo Grifo (39.) und Derry Scherhant (42.) trafen in kurzem Abstand und besiegelten den 3:1-Erfolg.

Doch die Reiseprobleme hielten auch nach dem Abpfiff an. Dichter Nebel verhinderte den Rückflug von Nizza nach Lahr, sodass die Mannschaft eine zusätzliche Nacht vor Ort bleiben musste. Erst am Freitag – einen Tag später als geplant – landeten sie in Basel. Schon der Hinflug war von technischen Problemen und Verspätungen beim Start geprägt gewesen. SC-Freiburg-Trainer Julian Schuster kritisierte die Bedingungen für die wartenden Fans später als "absolut inakzeptabel".

Am Ende stand zwar ein 3:1-Sieg für Freiburg, doch die chaotischen Ereignisse abseits des Platzes prägten die Nachwehen der Partie. Verzögerungen, Auseinandersetzungen mit der Polizei und ein nicht ordnungsgemäß aufgepumpter Ball sorgten für eine ungewöhnliche Kulisse bei diesem Europa-League-Duell. Durch den verlängerten Aufenthalt in Nizza sieht sich das Team nun mit einem durcheinandergeratenen Spielplan konfrontiert.