CDU will Lehrer-Arbeitszeiten fairer gestalten – doch reicht das?
Harry GirschnerDruck auf Lehrer? CDU fordert differenzierte Debatte - CDU will Lehrer-Arbeitszeiten fairer gestalten – doch reicht das?
Druck auf Lehrer? CDU fordert differenzierte Debatte
Druck auf Lehrer? CDU fordert differenzierte Debatte
Druck auf Lehrer? CDU fordert differenzierte Debatte
- Dezember 2025, 11:45 Uhr
Eine aktuelle Studie hat große Unterschiede in den Arbeitszeiten von Lehrern aufgezeigt – selbst dann, wenn ihre offizielle Unterrichtsverpflichtung, der sogenannte Deputat, identisch ist. Die CDU hat diese Disparitäten nun in ihrem Wahlprogramm aufgegriffen und fordert mehr Gerechtigkeit und Transparenz im Berufsalltag der Pädagogen. Den Erkenntnissen zufolge können zwei Lehrer mit demselben Deputat bis zu 14 Stunden mehr oder weniger pro Woche arbeiten als ihre Kollegen.
Im Mittelpunkt der CDU-Diskussion steht das bestehende Deputatsystem, das zwar die verbindlichen Unterrichtsstunden festlegt, zusätzliche Aufgaben wie Vorbereitung, Korrekturen oder Verwaltungsarbeit jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Dies führt zu erheblichen Schwankungen in der tatsächlichen Arbeitsbelastung – und wirft Fragen nach einer fairen Behandlung auf. Während einige Lehrer deutlich mehr Zeit in Planung, Bewertung und organisatorische Tätigkeiten investieren, spiegelt das System diese Unterschiede nicht wider.
Die von der Union vorgeschlagenen Reformen sehen vor, dass Schulen die Arbeitszeiten systematisch erfassen und Schulleitungen mehr Spielraum erhalten, um ungerechte Arbeitsverteilungen auszugleichen. Lehrer, die kontinuierlich herausragende Leistungen erbringen, könnten künftig offizielle Anerkennung erfahren, während bei mangelnder Erfüllung der Anforderungen klarere Konsequenzen drohen. Ziel der CDU-Pläne ist es, ein ausgewogeneres und verantwortungsvolleres System für Lehrer in ganz Deutschland zu schaffen.