20 February 2026, 20:41

CDU startet Reformoffensive: Merz und Linnemann setzen auf radikale Veränderungen

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen B%C3%BCros des deutschen Bundeskanzlers, der den Aufbau des Geb%C3%A4udes mit verschiedenen R%C3%A4umen und Textanmerkungen zeigt.

CDU-Parteitag best%C3%A4tigt Linnemann mit gutem Ergebnis als Generalsekret%C3%A4r - CDU startet Reformoffensive: Merz und Linnemann setzen auf radikale Veränderungen

Die CDU hat ihre Forderungen nach tiefgreifenden Strukturreformen mit Nachdruck bekräftigt und 2023 zum Jahr des entschlossenen Handelns erklärt. Auf einem jüngsten Parteitag sicherten sich sowohl Friedrich Merz als auch Carsten Linnemann deutliche Bestätigungen in ihren Ämtern und unterstrichen damit ihren Kurs für Veränderungen in der Renten-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik.

Ihre Herangehensweise stellt einen deutlichen Bruch mit der zurückhaltenderen Ära unter Angela Merkel dar und orientiert sich stattdessen am reformfreudigen Stil Gerhard Schröders aus den frühen 2000er-Jahren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Friedrich Merz wurde mit 91,2 Prozent der Stimmen als CDU-Vorsitzender bestätigt, während Carsten Linnemann als Generalsekretär wiedergewählt wurde – wenn auch mit einem leicht verringerten Ergebnis von 90,5 Prozent (2021: 91,4 Prozent). Beide nutzten den Anlass, um die Dringlichkeit der Reformen zu betonen. Linnemann erklärte: "Jetzt ist der Moment für Reformen."

Unter ihrer Führung hat die Partei eine offensive Haltung für umfassende Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheit, Pflege und Arbeitsmarkt eingenommen. Merz bezeichnete dies als eine "zweite Phase" der Reformen und argumentierte, dass globale Wirtschaftsdrucke keinen Aufschub zuließen. Anders als in Merkels Amtszeit, als die CDU oft Kompromisse in der Politik einging, setzt die aktuelle Führung auf strukturelle Veränderungen ohne Sparmaßnahmen – statt auf Steuererhöhungen oder neue Schulden.

Linnemann lehnte die SPD-Pläne für höhere Steuern explizit ab und warnte, dass zusätzliche Schulden oder neue Abgaben die Lösung grundlegender Probleme nur verschieben würden. Stattdessen forderte er "echte Strukturreformen" noch in diesem Jahr – in Einklang mit mehreren regierungsnahen Kommissionen, die 2023 Empfehlungen für eine Reform des Sozialstaats vorlegen sollen.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Ungeduld in der Bevölkerung und Zweifeln an der Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes. Merz und Linnemann kritisierten verpasste Chancen der Vergangenheit, insbesondere in der Energie- und EU-Politik, und fordern nun schnelleren Fortschritt – selbst auf die Gefahr von Konflikten mit den Koalitionspartnern hin.

Die CDU-Führung hat klar gemacht: 2023 soll im Zeichen der Umsetzung großer Reformen stehen, nicht kurzfristiger Lösungen. Mit starker innerparteilicher Rückendeckung und den anstehenden Kommissionsberichten positioniert sich die Partei als treibende Kraft für Veränderungen in zentralen Bereichen wie Rente und Arbeitsrecht.

Wie sich diese Pläne mit den Prioritäten der SPD vereinbaren lassen – und ob sich öffentlicher Widerstand vermeiden lässt – bleibt abzuwarten.