19 February 2026, 18:51

CDU plant radikale Reformen: Von Wehrpflicht bis zur WM 2042 in Deutschland

Zwei Männer stehen nebeneinander vor einer Fahne mit der Aufschrift "3. Nationaler Kongress" mit einer Säule und Deckenbeleuchtung im Hintergrund, datiert 2023.

Wie dieser CDU-Parteitag auch dein Leben verändern könnte - CDU plant radikale Reformen: Von Wehrpflicht bis zur WM 2042 in Deutschland

Vor dem anstehenden Parteitag präsentiert die CDU weitreichende Reformvorschläge

Die CDU hat im Vorfeld ihres bevorstehenden Parteitags eine Reihe mutiger politischer Initiativen vorgestellt, die von der Digitalregulierung über die Wehrpflicht bis hin zu Großveranstaltungen reichen. Bundeskanzler Friedrich Merz treibt die Forderung nach tiefgreifenden Änderungen in den Bereichen digitale Identität, Steuerpolitik und Landesverteidigung voran.

Die Partei setzt sich zudem dafür ein, autoritären Regimen im Ausland die Austragung globaler Fußballturniere zu verwehren – und unterstützt stattdessen eine deutsche Bewerbung für die WM 2042.

Einer der umstrittensten Vorschläge ist die Abschaffung der Anonymität im Netz. Merz argumentiert, dass eine Klarnamenspflicht Missbrauch und Desinformation eindämmen würde. Zudem plant die CDU strengere Kontrollen in sozialen Medien, darunter ein Nutzungsverbot für Kinder unter 14 Jahren sowie harte Strafen für KI-generierte Deepfakes, die Einzelpersonen schaden.

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In der Wirtschaftspolitik lehnt die Partei neue Abgaben auf Kapitaleinkünfte ab, insbesondere bei Altersvorsorgevermögen. Stattdessen schlägt sie vor, die Grenze für den Spitzensteuersatz auf 80.000 Euro anzuheben, um die Mittelklasse zu entlasten. Das bestehende Recht auf "Lebensarbeitszeit in Teilzeit" soll trotz laufender Debatten über den Arbeitsmarkt erhalten bleiben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verteidigungspolitik. Die Junge Union, der Jugendverband der CDU, fordert die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht bis 2027, falls die freiwillige Rekrutierung scheitert. Gleichzeitig wirbt der CDU-Kreisverband Rhein-Erft dafür, die FIFA-WM 2042 in Deutschland auszurichten. Mit Verweis auf den Erfolg der WM 2006 betont man, dass die hiesige Infrastruktur ideal für ein Turnier mit 48 Mannschaften sei. Die Bewerbung unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden 2.0" zielt auch darauf ab, autoritären Staaten wie Katar oder Saudi-Arabien die Austragung zu verwehren. Experten schätzen die wirtschaftlichen Vorteile auf über 7,4 Milliarden Euro – deutlich mehr als bei früheren Turnieren.

Die CDU wird die Vorschläge auf ihrem Parteitag im Februar 2026 in Stuttgart offiziell beraten.

Sollten die Pläne umgesetzt werden, hätten sie weitreichende Folgen für den Datenschutz im Netz, die Steuerpolitik und den Wehrdienst. Eine endgültige Entscheidung über die WM-Bewerbung 2042 hängt von der Unterstützung der Bundesregierung und der Strategie des DFB ab. Welche Vorhaben vorankommen, wird der Parteitag 2026 zeigen.