21 April 2026, 08:20

Bundeswehr-Reform: Pistorius will Reservekräfte mit neuem Gesetz stärken

Balkendiagramm, das den Anteil der zivilen nichtinstitutionellen Bevölkerung ab 16 Jahren, die nicht erwerbstätig ist, nach Grund von 2004 bis 2014 zeigt.

Bundeswehr-Reform: Pistorius will Reservekräfte mit neuem Gesetz stärken

Das deutsche Verteidigungsministerium bereitet eine Reform der Reservekräfte mit einer neuen Strategie vor. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird den Plan am Mittwoch vorstellen, mit dem Ziel, das System zu stärken. Zu den zentralen Änderungen gehören die Anhebung der Altersgrenze für Reservisten sowie die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen.

Aktuell stehen etwa 60.000 Reservisten für einen schnellen Einsatz bereit. Das Ministerium gibt jedoch zu, dass die genaue Gesamtzahl der verfügbaren Reservisten unbekannt ist. Um dies zu beheben, soll eine bessere Planung festlegen, wie viele an den jährlichen Übungen teilnehmen.

Das geplante Reservestärkungsgesetz, das noch in diesem Sommer veröffentlicht werden soll, sieht weitreichende Anpassungen vor. Eine wichtige Neuerung ist die Anhebung der Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre. Begründet wird dies damit, dass Menschen angesichts der steigenden Regelaltersgrenze länger fit bleiben.

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Ein weiterer bedeutender Schritt betrifft die Rechte der Arbeitgeber. Bisher können diese Einspruch einlegen, wenn Reservisten zu Übungen einberufen werden. Die neue Strategie zielt darauf ab, diese freiwillige Teilnahme-Regelung abzuschaffen und so sicherzustellen, dass Reservisten keine beruflichen Hindernisse erfahren. Zudem soll das Ministerium dafür sorgen, dass Reservisten angemessene Ausstattung und sinnvollere Ausbildungsmöglichkeiten erhalten.

Die Reformen sollen eine zuverlässigere und leistungsfähigere Reserve schaffen. Durch die höhere Altersgrenze und den Wegfall von Arbeitgeber-Einsprüchen erhofft sich das Ministerium eine größere Beteiligung. Die endgültigen Details werden im kommenden Reservestärkungsgesetz festgehalten.

Quelle