BSW fordert AfD zu TV-Debatten vor Ost-Wahlen heraus – und bricht Tabu
Paula GumprichBSW fordert AfD zu TV-Debatten vor Ost-Wahlen heraus – und bricht Tabu
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) vor den anstehenden Landtagswahlen zu einer öffentlichen Debatte herausgefordert. Gleichzeitig forderte es ein Ende der politischen Ausgrenzung der AfD in Ostdeutschland. Die Partei will damit vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im nächsten Monat eine Diskussion anstoßen.
In Sachsen-Anhalt findet die Landtagswahl am 6. September statt, in Mecklenburg-Vorpommern folgt sie am 20. September. Das BSW setzt sich dafür ein, dass beide Bundesländer von parteilosen Ministerpräsidenten regiert werden, die mit wechselnden Mehrheiten – gegebenenfalls auch unter Beteiligung der AfD – regieren. Die Partei betont jedoch, dass es dabei nicht um eine formelle Koalition gehe, sondern darum, die AfD bei parlamentarischen Entscheidungen fallweise einzubinden.
Das BSW hat die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei Debatten eingeladen, eine in Magdeburg und eine in Schwerin. Zudem schlug es eine öffentliche Diskussion zwischen Weidel und der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht auf einem zentralen Platz in Ostdeutschland vor. Wagenknecht kritisierte, dass öffentlich-rechtliche Sender ihrer Partei kaum Sendezeit einräumten.
Die Allianz argumentiert, dass sowohl das BSW als auch die AfD von den etablierten Parteien kritisiert würden – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Um den politischen Dialog zu fördern, kündigte sie an, ihre Wahlkampfveranstaltungen für diese Debatten zu öffnen.
Der Vorstoß des BSW markiert eine Veränderung im Umgang mit der AfD, ohne jedoch eine feste Koalition anzustreben. Sollten die Debatten stattfinden, würden sie vor den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern stattfinden. Die Vorschläge der Partei könnten die politische Dynamik in der Region neu prägen.
