Brenzbahn wird für 600 Millionen Euro zur modernen Regionalachse ausgebaut
Harry GirschnerMehr Züge und Haltestellen geplant zwischen Aalen und Ulm - Brenzbahn wird für 600 Millionen Euro zur modernen Regionalachse ausgebaut
Die Brenzbahn, eine eingleisige Strecke zwischen Aalen, Heidenheim, Langenau und Ulm, steht vor einem umfassenden Ausbau. Für die Planungsphase wurden bereits 63 Millionen Euro bewilligt – der erste Schritt eines 600-Millionen-Euro-Projekts. Ziel ist es, den Regional- und Güterverkehr durch schnellere und häufigere Zugverbindungen zu stärken.
Im Rahmen der Modernisierung wird die 60 Kilometer lange, derzeit nicht elektrifizierte Strecke mit Oberleitungen ausgestattet. Geplant sind ein stundentaktiger Expresszugverkehr sowie die Verlängerung der S-Bahn-Linien. Drei neue Haltepunkte – Ulm-Messe, Aalen Süd und Oberkochen Süd – sollen die lokale Anbindung verbessern.
Das Vorhaben ist Teil des übergeordneten Donau-Iller-S-Bahn-Netzes. Die detaillierte Planung wird voraussichtlich fünf Jahre und sechs Monate in Anspruch nehmen, gefolgt von der Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt. Die Finanzierung erfolgt aus verschiedenen Quellen, darunter der Bund, das Land Baden-Württemberg, kommunale Träger und später auch Bayern. Nach Fertigstellung wird die ausgebaute Strecke sowohl den wachsenden Pendlerverkehr als auch den Gütertransport unterstützen. Das heutige eingleisige System wird erweitert, um mehr Züge gleichzeitig fahren zu lassen.
Die Umgestaltung der Brenzbahn wird mehrere Jahre dauern, der Baubeginn steht noch aus. Nach der Inbetriebnahme sollen stündliche Expressverbindungen und eine bessere Erschließung wichtiger Standorte wie das Ulmer Messegelände möglich sein. Die Investition von 600 Millionen Euro unterstreicht das langfristige Engagement für eine verbesserte Verkehrsanbindung in der Region.