07 February 2026, 22:41

Breitachklamm: Winterwunder zwischen Naturschutz und wachsendem Tourismusboom

Ein kleiner Wasserfall ergießt sich über einen schneebedeckten, steinigen Hang in einem bewaldeten Gebiet, mit Eiszapfen an den Felsen und schneebedeckten Bäumen im Hintergrund.

Breitachklamm: Winterwunder zwischen Naturschutz und wachsendem Tourismusboom

Breitachklamm

Die Breitachklamm wurde 1905 auf Anregung des ortsansässigen Priesters Johannes Schiebel erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute können Besucher die bis zu 150 Meter tiefe Schlucht über Rundwege erkunden, die mit höheren Wanderpfaden rund um den Breitach und den Engenkopf verbunden sind. Zugangspunkte sind unter anderem Oberstdorf-Tiefenbach und das Kleinwalsertal.

Kürzlich wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese auf unzugängliche Eisformationen warfen. Ihre Eltern griffen nicht ein oder unterbanden das Verhalten. Ein Reddit-Nutzer kritisierte später solche Handlungen als respektlos gegenüber dem Naturdenkmal.

Das Personal überwacht das Gebiet und greift ein, falls die Schäden überhandnehmen. Die Klammverwaltung betrachtet abgebrochene Eiszapfen jedoch eher als geringfügiges Problem denn als ernsthafte Bedrohung. Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder – die Einnahmen fließen in die Instandhaltung der Anlage.

Der Tourismus in der Region verzeichnet einen Aufschwung: Oberstaufen meldete für 2025 ein Plus von 6,9 Prozent bei den Ankünften und 3,6 Prozent mehr Übernachtungen. Zwar liegen keine genauen Besucherzahlen für die Breitachklamm vor, doch tragen ihre winterlichen Eisformationen vermutlich zur wachsenden Attraktivität der Region bei.

Die Breitachklamm zieht weiterhin Besucher mit ihrer spektakulären Landschaft und den gut ausgebauten Wegen an. Trotz vereinzelter Vandalismusvorfälle bleibt das Personal wachsam, um die Klamm zu schützen. Dank ihrer guten Erreichbarkeit und natürlichen Schönheit bleibt sie ein zentrales Ausflugsziel in der Region.