Bosch setzt auf E-Mobilität und Wasserstoff für die Lkw-Zukunft ab 2025
Enrico HerrmannBosch setzt auf E-Mobilität und Wasserstoff für die Lkw-Zukunft ab 2025
Bosch baut seine Nutzfahrzeugsparte um, um von der wachsenden Nachfrage nach alternativen Antriebssystemen zu profitieren. Das Unternehmen will seine Position im globalen Güterverkehr stärken, während die Branche auf elektrisch und wasserstoffbetriebene Lkw setzt. Die Änderungen treten ab Januar 2025 in Kraft und werden von einer neuen Geschäftseinheit vorangetrieben, die Effizienz und Innovation fördern soll.
Im Rahmen der Umstrukturierung werden die Systementwicklung, das Produktmanagement und die Portfolioplanung für Lkw und Off-Road-Fahrzeuge in einer Einheit gebündelt. Dieser Schritt soll die Ausrichtung schärfen und die Effizienz im Nutzfahrzeugsektor steigern. Derzeit erwirtschaftet Bosch ein Viertel seines Umsatzes mit Teilen für Nutzfahrzeuge – ein Beleg für die Bedeutung dieser Sparte.
Jan-Oliver Röhrl wurde zum Executive Vice President ernannt und wird die neue Einheit leiten. In seiner Rolle wird er den Wandel begleiten, während sich Bosch auf den raschen technologischen Umbruch in der Antriebstechnik vorbereitet.
Bis 2030 rechnet das Unternehmen damit, dass etwa 20 Prozent der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge über sechs Tonnen mit batterieelektrischen Antrieben ausgestattet sein werden. Langfristig deuten Prognosen darauf hin, dass bis 2035 rund 33 Prozent der Lkw mit Batterien fahren werden, während weitere 10 Prozent auf Brennstoffzellen setzen. Noch im selben Jahr sollen auch die ersten wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge auf die Straßen kommen.
Die Neuausrichtung entspricht dem Ziel von Bosch, den Umsatz im Bereich Nutzfahrzeugtechnik auszubauen. Mit klareren strukturellen Schwerpunkten und dem Fokus auf elektrische und Wasserstofflösungen positioniert sich das Unternehmen für langfristiges Wachstum. Die Veränderungen spiegeln den branchenweiten Trend wider, dass der Güterverkehr zunehmend auf sauberere Antriebssysteme umsteigt.






