25 January 2026, 04:26

Bosch-Protest in Bühl: Belegschaft kämpft gegen drastische Stellenstreichungen

Eine Gruppe maskierter Personen mit einem Banner "Aufbruchsklima" protestiert gegen den Klimawandel in Berlin, Deutschland, mit Gebäuden, Bänken, Tischen, Pflanzen, Bäumen, Fahrzeugen, Laternenmasten, Schildern und anderen Menschen im Hintergrund.

Bosch-Protest in Bühl: Belegschaft kämpft gegen drastische Stellenstreichungen

Beschäftigte der Arbeitsagentur Bosch in Bühl protestieren gegen geplante Stellenstreichungen, die die Belegschaft halbieren könnten

Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur Bosch in Bühl haben gegen die geplanten Entlassungen protestiert, durch die fast die Hälfte der Arbeitsplätze wegfallen könnte. Das Unternehmen hat eine strenge Frist für die Verhandlungen gesetzt und gedroht, notfalls ein Schiedsverfahren einzuleiten, falls keine Einigung zustande kommt. Beschäftigte und die Gewerkschaft IG Metall wehren sich gegen die Pläne und fordern Mitsprache über die Zukunft des Werks.

Bosch hatte angekündigt, am Standort Bühl rund 1.700 Stellen abzubauen. Das benachbarte Werk in Bühlertal soll sogar komplett geschlossen werden. Die geplanten Kürzungen werfen Fragen nach dem langfristigen Fortbestand des Standorts auf.

Als Reaktion organisierten die Beschäftigten eine „aktive Mittagspause“ unter dem Motto „Wir lassen uns das nicht gefallen“ – eine Anspielung auf den Hit „We’re Not Gonna Take It“ der Band Twisted Sister aus den 1980er-Jahren. Die IG Metall, die zu der Demonstration aufgerufen hatte, wirft Bosch vor, die Verhandlungen durch die Drohung mit einem Schiedsverfahren zu untergraben. Die Gewerkschaft betont, dass eine externe Schlichtungskommission den Arbeitnehmern jeden Einfluss auf das Ergebnis nehmen würde. Bosch jedoch hat ein ultimatives Datum gesetzt und lässt kaum Spielraum für Kompromisse. Trotz des Drucks halten die Beschäftigten zusammen und fordern eine nachhaltige Zukunft für das Werk in Bühl.

Nun hängt alles davon ab, ob Bosch und die Gewerkschaft sich vor Ablauf der Frist einigen können. Scheitern die Gespräche, könnte ein Schiedsverfahren über das Schicksal der Arbeitsplätze und des Standorts entscheiden. Die Belegschaft lehnt die Kürzungen weiterhin ab und besteht darauf, dass ihre Stimmen gehört werden.