BMW und PreZero revolutionieren Kreislaufwirtschaft in der Autoindustrie
Paula GumprichBMW und PreZero revolutionieren Kreislaufwirtschaft in der Autoindustrie
Die BMW Group und PreZero haben eine Partnerschaft geschlossen, um die Kreislaufwirtschaft im europäischen Automobilsektor voranzutreiben. Ziel der Kooperation ist es, BMW Fahrzeugteile länger im Einsatz zu halten und Materialien effizienter zu recyceln. Beide Unternehmen sehen darin einen Weg, CO₂-Emissionen zu senken und die Abhängigkeit von Rohstoffen zu verringern.
Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Wiederverwendung von Komponenten, bevor auf fortschrittliche Recyclingverfahren zurückgegriffen wird. Hochwertige Materialien wie Stahl, Aluminium, Kunststoffe und Batterierohstoffe sollen aus Altautos zurückgewonnen werden. Die BMW Group bringt dabei ihr Know-how im Bereich "Design for Recycling" ein, während PreZero sein Wissen über Materialströme und Sortiertechnologien beisteuert.
Die beiden Unternehmen planen, neue Recyclingprozesse zu testen und zu optimieren, um ein geschlossenes Kreislaufsystem für BMW Materialien zu schaffen. Dieser Ansatz entspricht der EU-Strategie für eine Kreislaufwirtschaft, die darauf abzielt, Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten. Die BMW Group betrachtet Kreislaufwirtschaft als zentralen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsziele, um Emissionen zu reduzieren und die Ressourceneffizienz zu steigern.
Auch andere Automobilhersteller wie Volkswagen gehen in diese Richtung. Das Unternehmen startete im Januar am Standort Zwickau eine ähnliche Recycling-Initiative. Bis 2030 will das Unternehmen dort jährlich bis zu 15.000 Fahrzeuge über dieses System verarbeiten.
Die Zusammenarbeit zwischen BMW und PreZero soll ein Geschäftsmodell für das Recycling von Altautos entwickeln, das ökologische und wirtschaftliche Vorteile vereint. Das Projekt zielt darauf ab, einen nachhaltigen Kreislauf für BMW Materialien zu schaffen, Abfall zu reduzieren und die Versorgungsketten für die Zukunft zu sichern. Beide Partner werden nun daran arbeiten, die Prozesse für eine breitere Übernahme in der Branche zu skalieren.