31 December 2025, 04:43

Bewegende Gedenkfeier in Reutlingen: Schüler erinnern an Kriegsopfer mit eindringlichen Reden

Gedenktafeln mit Blumensträußen davor.

Bewegende Gedenkfeier in Reutlingen: Schüler erinnern an Kriegsopfer mit eindringlichen Reden

In Reutlingen fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um der Opfer der Weltkriege zu gedenken. Zehntklässler der Eichendorff-Realschule trugen in der Trauerhalle des Lindenfriedhofs tief bewegende Worte vor, in denen sie über Krieg, Terror und Tod reflektierten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem ein Kranz am Kriegsdenkmal niedergelegt, an der auch Vertreter des Militärs und lokale Amtsträger teilnahmen.

Die Zeremonie begann mit eindrucksvollen Bildern, die die Schüler in ihren Reden entwarfen, etwa: "Ich sehe die Welt vor mir in Flammen, das Leben in Scherben liegen." Ihre Worte setzten einen nachdenklichen Ton für die Versammlung.

Thomas Keck hielt die Gedenkansprache, gab den Fragen der Jugendlichen jedoch keine Antworten. Stattdessen warnte er davor, die Erinnerungen der Überlebenden des Zweiten Weltkriegs in Vergessenheit geraten zu lassen. Pfarrer Roland Knäbler mahnte später: "Angst und Sorge wachsen in unruhigen Zeiten, wenn das Recht des Stärkeren herrscht." Reutlingens Oberbürgermeister sprach über die Gefahren von wachsendem Radikalismus und Nationalismus. Er rief die Menschen dazu auf, einander zuzuhören, unterschiedliche Ansichten zu respektieren und Stimmen abzulehnen, die sich gegen Freiheit und Demokratie stellen. Den Abschluss bildete ein Zug zum Kriegsdenkmal, wo Thomas Keck und Jürgen Neumeister, Vorsitzender des örtlichen VdK, in Anwesenheit von Reservisten der Bundeswehr und Vertretern der US-Streitkräfte Kränze niederlegten. Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer gemeinsamen militärischen Gedenkfeier, bei der gefallener Soldaten gedacht und das gemeinsame Bekenntnis zum Frieden erneuert wurde.

Die Gedenkveranstaltung vereinte Schüler, Amtsträger und Militärangehörige im Zeichen der Erinnerung. Es wurden Kränze niedergelegt, Reden gehalten und vor den Risiken der Geschichtsvergessenheit gewarnt. Die Feier unterstrich die Bedeutung von Einheit, Toleranz und dem anhaltenden Kampf gegen Extremismus.