Betzingen bekommt ein neues Wohnviertel mit Geschichte und Lebensqualität
Harry GirschnerBetzingen bekommt ein neues Wohnviertel mit Geschichte und Lebensqualität
Ein großes Entwicklungsprojekt verwandelt das ehemalige Industriegelände in Betzingen in ein modernes Wohnviertel. Unter dem Namen b.Heppy verbindet das Vorhaben Geschichte mit neuem Wohnraum und schafft zugleich einen lebendigen Mittelpunkt für die Gemeinschaft. Allein in der ersten Bauphase entstehen 39 geförderte Mietwohnungen sowie neue Räume für Bildung und Kultur.
Das Projekt entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Egelhaaf-Werke. Der Entwickler BPD plant sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 87 Wohneinheiten. Nur ein hoher Schornstein und Teile einer alten Halle bleiben erhalten – als sichtbare Erinnerungen an die industrielle Vergangenheit des Standortes.
In der ersten Bauphase werden zwei Gebäude mit 39 geförderten Mietwohnungen errichtet, unterstützt von der Wohnungsbaugenossenschaft GWG. Im Erdgeschoss ziehen die Volkshochschule (VHS) Reutlingen und eine Musikschule ein. Ab Herbst 2026 sollen die ersten Mieter und Studierenden einziehen können, kurz darauf starten die ersten VHS-Kurse.
Bis 2028 folgen fünf weitere Gebäude mit 48 Eigentumswohnungen. Zudem wird ein renaturierter Mühlkanal das Gelände prägen – als grüne Oase und Begegnungsstätte für die Nachbarschaft. Bürgermeister Thomas Keck bezeichnet das Projekt als ein neues Zentrum für Betzingen, das die ganze Stadt aufwerten soll.
Der Name b.Heppy steht für die Verbindung von Tradition und Fortschritt. Zwar werden die meisten alten Bauten weichen, doch die erhaltenen Elemente sollen die Vergangenheit mit der Zukunft des Quartiers verbinden.
Nach Fertigstellung bietet die Anlage Wohnraum, Bildungsstätten und Grünflächen für Betzingen. Die ersten Bewohner und Studierenden könnten bereits in weniger als drei Jahren einziehen. Der wiederhergestellte Kanal und die erhaltenen Industriezeichen werden das Gesicht des Viertels über Jahrzehnte prägen.






