09 December 2025, 12:27

Berliner Polizei unter Druck: Was der Untersuchungsausschuss zu Belästigungsvorwürfen enthüllte

Ein weißer Polizeiwagen steht im Vordergrund mit mehreren fahrenden Fahrzeugen auf der Straße dahinter, umgeben von Gras und Bäumen auf beiden Seiten, in einer ländlichen Umgebung.

Untersuchungsausschuss zur Untersuchung von Belästigungen innerhalb der Polizei - Berliner Polizei unter Druck: Was der Untersuchungsausschuss zu Belästigungsvorwürfen enthüllte

Untersuchungsausschuss prüft Belästigungsvorwürfe in der Polizei Berlin

Untersuchungsausschuss prüft Belästigungsvorwürfe in der Polizei Berlin

  1. Dezember 2025, 10:37 Uhr

Ein dreijähriger parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu Fehlverhalten in der Polizei Berlin hat seine Arbeit mit einem 2.000 Seiten starken Abschlussbericht beendet. Die mit Kosten von 2,3 Millionen Euro verbundene Untersuchung befasste sich mit Vorwürfen von sexueller Belästigung bis hin zu fragwürdigen Beförderungspraktiken innerhalb der Behörde. Die Abgeordneten empfehlen nun weitere unabhängige Studien, um nicht gemeldete Vorfälle aufzudecken.

Der Ausschuss führte 260 Stunden Anhörungen mit 57 Zeugen durch, bevor er seine Ergebnisse vorlegte. Zwar fanden sich in den bekannten Fällen keine Belege für systematische sexuelle Belästigung, doch bleiben Bedenken hinsichtlich nicht angezeigter Vorfälle bestehen. Kritisch bewertet wurde im Bericht auch, dass Innenminister Thomas Strobl (CDU) während des Verfahrens einen Anwaltsbrief öffentlich gemacht hatte.

Zu den Empfehlungen des Gremiums gehört die Beauftragung einer externen Studie, um nicht gemeldete Fälle von Fehlverhalten zu untersuchen. Die 2,3 Millionen Euro teure Untersuchung förderte zwar keine systematischen Missstände zutage, unterstrich jedoch die Notwendigkeit einer vertieften Prüfung. Nun bleibt abzuwarten, ob die vorgeschlagene Forschung umgesetzt wird.