26 March 2026, 00:19

Berliner Ausstellung provoziert mit Absurdität und scharfer Gesellschaftskritik

Plakat für den Salon des Humoristen in Paris mit einem leuchtend gelben Hintergrund, schwarzer fetter Schrift, einer bunten Illustration eines Mannes in Anzug und Hut sowie einem Sternen- und Mondrand.

Berliner Ausstellung provoziert mit Absurdität und scharfer Gesellschaftskritik

Eine provokante neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat im Berliner Haus der Kulturen der Welt eine mutige Ausstellung ihre Pforten geöffnet. Schon beim Betreten müssen Besucher ihre Handys abgeben – eine Regel, die den Ton für das Erlebnis setzt. Im Inneren schwebt eine schlaffe, aufblasbare Freiheitsstatue in einem Wasserbecken, während eine ernste Frauenstimme "Land of the Free" zur Melodie der US-Nationalhymne rezitiert. In der Nähe richtet sich ein Teleskop auf einen Spiegel, der den Blick ins Büro des benachbarten Bundeskanzlers freigibt.

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Alle 28 Minuten zerfetzt eine Maschine ein Stofftier – es sei denn, jemand zahlt 20 Euro und macht ein Selfie damit. Zu den weiteren Highlights zählen eine goldene Schallplatte des Rappers Bushido, ein Boxsack, der einst Jan Marsalek von Wirecard gehörte, sowie eine lebensgroße Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.

Die Ausstellung bietet zudem einen "TV-Garten" für Indie-Musikfans mit Auftritten von Künstlern wie Domiziana und Chefket. Die gezeigten Exponate spannen einen Bogen über Jan Böhmermanns Fernsehkarriere, wobei unklar bleibt, wie viele davon private Besitztümer sind und wie viele speziell für die Schau entstanden.

Noch bis zum 19. Oktober 2023 können Besucher in diese chaotische, zum Nachdenken anregende Welt eintauchen. Die Schau konfrontiert das Publikum mit Absurdität und scharfer Gesellschaftskritik. Indem sie die Handys wegnehmen und die Besucher mit surrealen Installationen herausfordern, zwingen die Künstler zu einer direkten Auseinandersetzung mit den Werken. Wer neugierig geworden ist, hat bis Mitte Oktober im Haus der Kulturen der Welt Gelegenheit, sie selbst zu erleben.

Quelle