Berlin plant riesiges Stadtentwicklungsprojekt Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen
Enrico HerrmannBerlin plant riesiges Stadtentwicklungsprojekt Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen
Berlin treibt ein großes neues Stadtentwicklungsprojekt im äußersten Westen der Stadt voran. Der Senat hat die Pläne für den Stadteingang West gebilligt – ein 45 Hektar großes Gelände, das einmal bis zu 5.000 Bewohner beherbergen soll. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht das ehemalige Güterbahnhof-Gelände Grunewald, das von einer lange brachliegenden Industriefläche zu einem modernen Quartier umgestaltet wird.
Das neue Viertel erstreckt sich zwischen den S-Bahn-Stationen Westkreuz und Grunewald. Sein Kern wird auf dem Areal des früheren Güterbahnhofs entstehen, das im Falle einer Bewerbung Berlins für Olympische Spiele auch als Olympisches Dorf dienen könnte. Ein Teil der Wohnungen könnte zunächst Athleten beherbergen, bevor sie in langfristige Mietwohnungen umgewandelt werden.
Die Entwicklung umfasst mindestens 2.400 neue Wohnungen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge wird die Bauarbeiten leiten, die voraussichtlich über das nächste Jahrzehnt verteilt stattfinden. Das Projekt ist Teil umfassender Infrastrukturpläne, zu denen auch der Neubau des Autobahndreiecks Funkturm in Charlottenburg-Wilmersdorf gehört.
Mit der Verabschiedung des Rahmenplans durch den Senat ist ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung des lange diskutierten Stadtteils getan. Nach Fertigstellung wird das Gebiet Wohnraum mit potenziellen Sporteinrichtungen verbinden – abhängig von künftigen Olympischen Bewerbungen Berlins.
Der neue Stadtteil wird Tausende Wohnungen zum Berliner Wohnungsmarkt hinzufügen. Seine Lage in der Nähe wichtiger Verkehrsverbindungen soll die Anbindung für künftige Bewohner verbessern. Sollte die Stadt die Olympischen Spiele ausrichten, könnte das Gelände zudem eine zentrale Rolle bei der Austragung des Events spielen.






