Bayerns Frauen halten Barcelona mit 1:1 in Schach – doch Rote Karten trüben den Rekordabend
Enrico HerrmannBayerns Frauen halten Barcelona mit 1:1 in Schach – doch Rote Karten trüben den Rekordabend
Bayerns Frauen kämpfen sich gegen Barcelona zu einem 1:1 – Rekordkulisse und rote Karten überschatten das Champions-League-Duell
Im hitzigen Champions-League-Hinspiel gegen den FC Barcelona kämpfte sich die Frauenmannschaft des FC Bayern München zu einem 1:1-Unentschieden – vor Rekordkulisse. Eine dramatische zweite Halbzeit mit zwei Platzverweisen – gegen Bayerns Franziska Kett und Trainer José Barcala – setzte die Münchnerinnen für das Rückspiel unter Druck. Dennoch zeigte sich Mittelfeldspielerin Giulia Gwinn zuversichtlich, dass der erste Einzug ins Finale gelingen könnte.
Barcelona ging früh in Führung, doch Bayern konterte mit disziplinierter Defensive und schnellen Kontern. Die Beharrlichkeit zahlte sich in der 69. Minute aus: Pernille Harder bereitete den Ausgleich durch Franziska Kett vor.
Die Partie nahm in der 79. Minute eine Wendung, als Kett nach VAR-Prüfung die Rote Karte sah. Schiedsrichterin Ivana Martincic wertete ihr Ziehen an den Haaren von Barcelonas Salma Paralluelo als grobes Foul. Bayerns Sportdirektorin Bianca Rech kritisierte die Entscheidung später als überhart. Der bereits verärgert wirkende Trainer José Barcala, der zuvor mehrmals mit Schiedsrichterentscheidungen haderte, flog kurz darauf ebenfalls vom Platz – sein zweiter Platzverweis an diesem Abend.
Mit 31.000 Zuschauern im Münchner Stadion verzeichnete die Partie einen neuen Rekord für die Bayern-Frauen in der Champions League. Nach dem Spiel verteidigte Barcala Kett und betonte, der Kontakt sei unbeabsichtigt gewesen – beide werden nun im Rückspiel gegen Barcelona fehlen.
Trotz des Personalschadens bleibt die Hoffnung auf das Halbfinale lebendig. Die kämpferische Leistung und die offensive Stärke der Münchnerinnen lassen darauf schließen, dass sie Barcelona im Rückspiel Paroli bieten können. Die Frage, wer ins Champions-League-Finale einzieht, bleibt damit spannend wie nie.






