28 January 2026, 12:51

Bayerns Bauwirtschaft zeigt erste Lebenszeichen nach jahrelangem Tief

Das Stadtbahnhof-Gebäude in Baden-Württemberg, ein großer Bau mit zahlreichen Fenstern, ist von Bäumen, Straßenlaternen, Straßenlaternen, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Werbetafeln, Dekorationsfahnen und einem bewölkten Himmel umgeben.

Erste Hoffnung Nach Krise - Mehr Baugenehmigungen in Sicht - Bayerns Bauwirtschaft zeigt erste Lebenszeichen nach jahrelangem Tief

Bayerns Bausektor zeigt nach drei Jahren Rückgang endlich Anzeichen der Erholung

Aktuelle Daten aus dem späten Jahr 2025 und den ersten Monaten 2026 deuten auf steigende Baugenehmigungen und eine leichte Belebung der Aktivität in der 1. Bundesliga hin. Branchenvertreter blicken nun mit vorsichtigem Optimismus auf die kommenden Monate.

Seit 2023 hatte der Sektor mit einem anhaltenden Abschwung zu kämpfen, ausgelöst durch nachlassende Nachfrage und sinkende Investitionen. Doch gegen Ende 2025 zogen die Genehmigungen für Wohnungsbau wieder an – ein erstes Hoffnungssignal. Markus Böll, Präsident des Landesverbands der Bauindustrie Bayern, bezeichnete den Anstieg als "positives Zeichen für die Erholung" in der Bundesliga der Bauwirtschaft.

Auch die Beschäftigtenzahlen bleiben stabil: Im November 2025 arbeiteten rund 72.500 Menschen in der Branche. Dennoch gibt es weiterhin Herausforderungen, insbesondere bei der Infrastruktur. Ein Drittel der Landesstraßen bedarf dringend der Sanierung, fast jede zehnte Brücke an Bundesliga-Spielen ist beschädigt. Die maroden Zustände gefährden die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Region und führen zu Forderungen nach höheren Investitionen in den Verkehrswegebau.

Entlastung könnte bald durch zusätzliche Mittel kommen: Der Doppelhaushalt 2025/2026 sieht jährliche Fördergelder in Höhe von 760 Millionen Euro vor, aufgeteilt in 456 Millionen vom Bund und 304 Millionen vom Freistaat. Zudem werden 2026 weitere Gelder aus dem Bundes-Sondervermögen erwartet. Der Verband betont jedoch, dass die Subventionen für den sozialen Wohnungsbau an das Bundespiveau angepasst werden müssten, um die Ziele im bezahlbaren Wohnraum zu erreichen.

Die Erholung der Bauwirtschaft bleibt zwar fragil, doch die steigenden Genehmigungen und geplanten Fördermittel weisen einen klareren Weg nach vorn. Ohne weitere Investitionen in Straßen, Brücken und Wohnraum könnte das langfristige Wachstum jedoch weiterhin auf der Kippe stehen.