01 February 2026, 04:46

Baden-Württemberg will tägliche Benzinpreis-Sprünge an Tankstellen begrenzen

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "CO2-Ausstoß in Deutschland in Mio. Tonnen im Verkehrssektor ohne Diesel-PKW", die CO2-Emissionen in Deutschland im Zeitverlauf zeigt.

Regionaler Schub: Kraftstoffpreise sollten nur einmal am Tag steigen - Baden-Württemberg will tägliche Benzinpreis-Sprünge an Tankstellen begrenzen

Baden-Württemberg hat einen neuen Vorschlag eingebracht, der begrenzen soll, wie oft die Benzinpreise an Tankstellen steigen dürfen. Dem Plan zufolge dürften die Betreiber die Preise nur noch einmal pro Tag erhöhen. Dies kommt zu einer Zeit, in der Autofahrer und Tankstellenbetreiber weiterhin ihre Frustration über die häufigen und unvorhersehbaren Preisschwankungen äußern.

Aktuell ändern sich die Benzinpreise in Deutschland im Durchschnitt 18-mal täglich. Seit 2012 nutzen alle 14.000 Tankstellen im Land ein dynamisches Preismodell, bei dem die Kosten mehrmals am Tag an die Marktbedingungen angepasst werden. Kein anderes Bundesland hat bisher ähnliche Benzinpreisbeschränkungen eingeführt, da die Regelung der Benzinpreise bundesweit durch das Mineralölpreisbindungsgesetz geregelt wird – wenn auch mit regionalen Unterschieden.

Der Bundesrat hatte bereits 2012 eine vergleichbare Maßnahme unterstützt. Nun findet der Vorschlag aus Baden-Württemberg Rückhalt beim Verband der Tankstellenbetreiber, die argumentieren, dass weniger Benzinpreiserhöhungen die Beschwerden der Kunden verringern würden. Viele Autofahrer und Betreiber kritisieren seit Langem die plötzlichen Preissprünge, die häufig zu Streitigkeiten an der Zapfsäule führen.

Wird der neue Vorschlag angenommen, würde dies eine Veränderung in der Preisgestaltung für Kraftstoffe im Land bedeuten. Tankstellen könnten die Preise zwar weiterhin täglich anpassen, sie jedoch nicht mehr als einmal erhöhen. Ziel der Regelung ist es, mehr Planungssicherheit für Autofahrer zu schaffen und gleichzeitig die Bedenken der Tankstellenbetreiber zu berücksichtigen.