Baden-Württemberg verbietet Messer in Bussen, Zügen und Fähren strikt
Harry GirschnerStrobl: "Keine Socken braucht ein Messer in der Schule" - Baden-Württemberg verbietet Messer in Bussen, Zügen und Fähren strikt
Baden-Württemberg führt striktes Messerverbot in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ein
Das Land Baden-Württemberg hat ein umfassendes Messerverbot in sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln erlassen. Die neue Regelung betrifft Busse, Züge, Regionalbahnen und Fähren. Innenminister Thomas Strobl betont, dass die Maßnahme dazu beitragen werde, messerbedingte Gewalt in der Region einzudämmen.
Das Verbot gilt für alle Messerarten – von stumpfen Buttermessern bis hin zu Schweizer Taschenmessern. Ausgenommen sind lediglich Rettungskräfte und lizenzierte Jäger.
Strobl verteidigte die Regelung als "vernünftigen und wirksamen" Schritt. Er wies darauf hin, dass Messer zwar legal zu Hause aufbewahrt werden dürften, dort aber ebenfalls waffenbezogene Straftaten vorkämen. Mit Blick auf Schulen positionierte sich der Minister klar: "Kein Kind braucht ein Messer in der Schule."
Obwohl Strobl für strengere Kontrollen plädiert, lehnt er ein generelles Messerverbot ab. Stattdessen argumentiert er für Verhältnismäßigkeit – ein pauschales Verbot gehe zu weit. Wann die neue Regelung genau in Kraft tritt, steht noch nicht fest; aktuelle Recherchen beziehen sich lediglich auf nicht zusammenhängende Messerregelungen in Rheinland-Pfalz.
Die neuen Bestimmungen bedeuten, dass Fahrgäste, die Messer in öffentlichen Verkehrsmitteln mitführen, künftig mit Strafen rechnen müssen. Die Behörden erwarten, dass das Verbot die Zahl gewalttätiger Vorfälle in Zügen, Bussen und Fähren verringern wird. Ausnahmen bleiben weiterhin auf Rettungskräfte und Jäger beschränkt.