11 February 2026, 02:41

Baden-Württemberg stockt Stadtförderung auf – bis zu 60 Prozent Erstattung möglich

Eine Luftaufnahme einer Stadt mit einem zentralen Park, umgeben von Grünflächen, Gebäuden, Straßen und Fahrzeugen.

Baden-Württemberg stockt Stadtförderung auf – bis zu 60 Prozent Erstattung möglich

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die finanzielle Förderung für städtische Sanierungsprojekte deutlich aufgestockt. Ab sofort können Kommunen bis zu 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben erstattet bekommen – eine Erhöhung gegenüber den bisherigen 50 Prozent. Staatssekretärin Andrea Lindlohr gab die verbesserten Förderbedingungen im Rahmen des Programms "Mehr Raum durch Innenentwicklung" bekannt.

Anträge für die aktualisierte Förderung können ab sofort gestellt werden; die Frist läuft bis zum 30. April 2026.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2009 wurden rund 500 Projekte mit insgesamt etwa 14,8 Millionen Euro unterstützt. Über 300 Kommunen und regionale Verbände haben davon profitiert, darunter bekannte Vorhaben wie die Aufwertung der Stuttgarter Altstadt, die Innenstadtmodernisierung in Tübingen oder die Umgestaltung des Brauerei-Areals in Reutlingen.

In der neuen Förderperiode stehen vor allem Begrünungsmaßnahmen, die Entsiegelung von Flächen sowie die gestalterische Aufwertung urbaner Freiräume im Fokus. Eine effiziente Flächennutzung bleibt zentral – mit besonderem Augenmerk auf multifunktionale Gebäude und Nutzungsformen. Auch nicht-investive Maßnahmen wie Planung und Konzeptentwicklung werden gefördert, um eine hochwertige Stadtentwicklung zu gewährleisten.

Für kommunale Flächenmanager wurde die maximale Fördersumme pro Projekt von 120.000 auf 144.000 Euro angehoben. Damit sollen anspruchsvollere und nachhaltigere Innenstadtprojekte in der gesamten Region angestoßen werden.

Das überarbeitete Programm bietet Städten und Gemeinden eine stärkere finanzielle Unterstützung bei der verantwortungsvollen Flächennutzung. Mit höheren Fördersätzen und verlängerten Fristen verfügen die Kommunen nun über mehr Mittel, um ihre urbanen Räume zu beleben. Die Änderungen unterstreichen das Engagement des Landes für eine nachhaltige Entwicklung und eine effiziente Raumplanung.