Baden-Württemberg setzt auf Dialog: Neue Wege gegen Rechtsextremismus und Deradikalisierung
Harry GirschnerBaden-Württemberg setzt auf Dialog: Neue Wege gegen Rechtsextremismus und Deradikalisierung
Behörden in Baden-Württemberg gehen mit neuen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus vor
Am 8. und 9. April 2025 haben Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA BW) und der Polizei Stuttgart Personen aufgesucht, die in Verbindung mit extremistischen Gruppen stehen. Ziel der Besuche war es, Unterstützung für diejenigen anzubieten, die sich von radikalen Ideologien distanzieren möchten.
Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie des Kompetenzzentrums gegen Extremismus konex, das seit 2015 sein Programm auf alle Formen von religiös und politisch motiviertem Extremismus ausgeweitet hat. Bettina Rommelfanger, Polizeidirektorin und Leiterin von konex, betonte die Bedeutung eines individuellen und zeitnahen Ansatzes bei der Deradikalisierung.
Die Besuche fanden in Stuttgart statt, wo die Beamten über die freiwillige Ausstiegsberatung informierten. Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und auf die Bedürfnisse der Einzelnen zugeschnitten. Konex arbeitet dabei eng mit der örtlichen Polizei und zivilgesellschaftlichen Partnern zusammen.
Andreas Taube, Leitender Kriminaldirektor und Chef des Staatsschutz- und Antiterrorzentrums Baden-Württemberg (SAT BW), bezeichnete die Beratung als ein zentrales präventives Instrument. Auch Polizepräsident Markus Eisenbraun dankte dem LKA BW für dessen Engagement im Kampf gegen Extremismus in der Region.
Das Programm basiert auf absoluter Freiwilligkeit. Betroffene können sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr an konex wenden. Weitere Aufklärungsaktionen sind für das gesamte Jahr 2025 in Baden-Württemberg geplant.
Die jüngsten Besuche markieren einen aktiven Schritt in der Extremismusprävention des Landes. Durch die Eingliederung von konex in das SAT BW wollen die Behörden die Vorbeugung durch direkte Ansprache stärken. Die freiwillige Ausrichtung des Programms stellt sicher, dass Hilfe für alle zugänglich bleibt, die einen Ausweg suchen.






