Baden-Württemberg revolutioniert Landwirtschaft mit historischem Gesellschaftsvertrag
Harry GirschnerBaden-Württemberg revolutioniert Landwirtschaft mit historischem Gesellschaftsvertrag
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat einen neuen Gesellschaftsvertrag unterzeichnet, der die Landwirtschaft transformieren und die biologische Vielfalt stärken soll. Die am 7. Oktober 2024 finalisierte Vereinbarung ist das Ergebnis zweijähriger Verhandlungen und legt klare Ziele für Nachhaltigkeit sowie regionale Förderung fest. Behördenvertreter bezeichnen sie als einen bedeutenden Schritt für die Landwirtschaft und die natürliche Umwelt der Region.
Der Vertrag geht auf einen breiten Strategiedialog zurück, der im September 2022 gestartet wurde. In den vergangenen zwei Jahren arbeiteten Vertreter aus der Landwirtschaft, Umweltschutzorganisationen und der Regierung gemeinsam an der Ausgestaltung der Bedingungen. Herausgekommen ist ein Fahrplan mit Empfehlungen und freiwilligen Verpflichtungen in fünf zentralen Handlungsfeldern.
Im Kern zielt die Vereinbarung darauf ab, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, ohne lokale Erzeuger oder die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu vernachlässigen. Das Land hat für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zusätzliche 143 Millionen Euro im Haushalt 2025/2026 eingeplant. Diese Förderung soll in den Folgejahren fortgesetzt werden, um nachhaltige Fortschritte zu sichern.
Um die Ergebnisse zu überwachen, wird die Regierung jährlich eine Bestandsaufnahme durchführen. Dabei können die Beteiligten prüfen, wie weit die Umsetzung des Fahrplans vorangeschritten ist und wo gegebenenfalls nachgebessert werden muss.
Der Vertrag bietet nun einen Handlungsrahmen, der durch erhebliche Finanzmittel und regelmäßige Kontrollen gestützt wird. Landwirte, Umweltverbände und Behörden werden zusammenarbeiten, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Balance zwischen produktiver Landwirtschaft und dem Schutz der biologischen Vielfalt in der gesamten Region.






