Baden-Württemberg revolutioniert den Nahverkehr mit bwegt-Servicezentren statt klassischer Schalter
Enrico HerrmannBaden-Württemberg revolutioniert den Nahverkehr mit bwegt-Servicezentren statt klassischer Schalter
Öffentlicher Nahverkehr in Baden-Württemberg durchläuft tiefgreifende Umgestaltung im Rahmen der bwegt-Initiative
Das landesweite Programm bwegt soll das Reisen nachhaltiger gestalten und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs bis 2030 verdoppeln. Im Zuge dessen werden nun in ganz Südostdeutschland traditionelle Fahrkartenschalter zu modernen bwegt-Kundenservicezentren umgebaut.
Die ersten Veränderungen sind bereits an drei wichtigen Bahnhöfen im Gange: Das DB Reisezentrum in Friedrichshafen hat bereits geschlossen, die Standorte in Horb und Tübingen folgen im November. Während der Umbaumaßnahmen bleiben die Schalter an diesen Orten vorerst geschlossen.
Fahrgäste können Tickets weiterhin in benachbarten DB Reisezentren, bei lokalen Agenturen oder über digitale Plattformen erwerben. Zudem werden zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember entlang der Strecken in Südostbaden-Württemberg neue bwegt-Fahrkartenautomaten aufgestellt.
Über diese drei Standorte hinaus werden voraussichtlich 17 weitere Bahnhöfe in der Region vorübergehend schließen oder umgestaltet, um den Wandel voranzutreiben. Bis Herbst 2025 wird der gesamte Fahrkartenverkauf und Kundenservice in Südostbaden-Württemberg unter dem Dach von Transdev Vertrieb gebündelt – einheitlich unter der Marke bwegt geführt.
Die Umstrukturierung markiert einen entscheidenden Schritt in Baden-Württembergs Bestrebungen, den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Nach Abschluss der Maßnahmen erhalten Fahrgäste Zugang zu Tickets und Serviceleistungen über ein optimiertes Netz aus bwegt-Hubs, Automaten und digitalen Angeboten. Das Land erwartet, dass die Neuerungen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch mehr Menschen dazu motivieren, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.






