03 January 2026, 18:56

Baden-Württemberg kämpft gegen Handelsbarrieren im EU-Binnenmarkt mit neuem Positionspapier

Mehrere Personen auf einem linken Bahnsteig mit einem Zug auf der rechten Seite, eine Brücke im Hintergrund, ein Zaun und einige Pfosten.

Baden-Württemberg kämpft gegen Handelsbarrieren im EU-Binnenmarkt mit neuem Positionspapier

Vertreter aus Baden-Württemberg, Frankreich und der EU-Kommission trafen sich am 17. November 2025, um Handelshemmnisse innerhalb des Binnenmarkts zu überwinden. Das Treffen folgte der im Mai 2025 veröffentlichten Binnenmarktstrategie der Europäischen Kommission, die darauf abzielt, die langfristige wirtschaftliche Stärke Europas zu stärken. Beamte und Wirtschaftsführer diskutierten über konkrete Herausforderungen, mit denen grenzüberschreitende Unternehmen in der Region konfrontiert sind.

Die Konferenz war eine Reaktion auf anhaltende Schwierigkeiten im Oberrheingebiet. Baden-Württemberg exportiert fast die Hälfte seiner Waren in die EU, doch stoßen Unternehmen dort trotz des eigentlich reibungslosen Binnenmarkts weiterhin auf Hürden. Sylvia M. Felder, Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Karlsruhe, betonte die Notwendigkeit, die Attraktivität der Region für Bürger und Unternehmen gleichermaßen zu verbessern.

Die Teilnehmer berichteten aus erster Hand von umständlichen, langsamen oder uneinheitlichen Verfahren, die den Geschäftsalltag erschweren. Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, präsentierte ein Positionspapier mit dem Titel „Für einen stärkeren Einheitsmarkt“. Das von seinem Ministerium erarbeitete Dokument enthielt konkrete Beispiele und Vorschläge zur Vereinfachung des Binnenmarkts. Das Papier ist auf der offiziellen Website des Ministeriums abrufbar und bietet detaillierte Empfehlungen für politische Entscheidungsträger. Vertreter der EU-Kommission setzten sich mit den Ergebnissen auseinander und signalisierten mögliche Schritte zur Verringerung bürokratischer Hindernisse im grenzüberschreitenden Handel.

Das Treffen machte deutlich, dass bei der Umsetzung des Binnenmarkts weiterhin Lücken bestehen – insbesondere an der deutsch-französischen Grenze. Das Positionspapier Baden-Württembergs dient nun als Grundlage für weitere Gespräche mit EU-Vertretern. Künftige Maßnahmen werden zeigen, ob die vorgeschlagenen Änderungen den Handel erleichtern und die wirtschaftlichen Verbindungen in der Region stärken können.