Baden-Württemberg fördert neun lokale Filmfestivals mit 100.000 Euro
Paula GumprichBaden-Württemberg fördert neun lokale Filmfestivals mit 100.000 Euro
Neun Städte in Baden-Württemberg erhalten insgesamt 100.000 Euro Landesförderung, um kleinere Filmfestivals zu unterstützen. Mit der Initiative sollen die lokale Kinokultur gestärkt und regionale Veranstaltungen professionalisiert werden. Zu den Auswahlkriterien zählten künstlerische Qualität, kommunale Ko-Finanzierung sowie Bemühungen, ein breiteres Publikum anzusprechen.
Die Förderung wurde im Rahmen eines Pilotprojekts bekannt gegeben, das digitale Antragsverfahren für kleinere Festivals vereinfachen soll. Städte wie Mannheim und Stuttgart erhielten zusätzliche Unterstützung von der Behörde für Kulturförderung für ihre digitalen Einreichungsprozesse. Dr. Sascha Keilholz, Leiter des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, beriet die Jury bei der Auswahl.
Die geförderten Festivals decken ein breites Themenspektrum und verschiedene Standorte ab. Zu den Begünstigten gehören die Independent Days in Karlsruhe, Girls* Go Movie in Mannheim sowie das Arabische Filmfestival, das in Stuttgart und Tübingen stattfindet. Weitere unterstützte Veranstaltungen sind die Shorts in Offenburg, die Freiburger Lesbisch-Schwulen Filmtage, das Filmklang-Festival in Göppingen, die Friedrichshafener Filmtage, das Stuttgarter Kinderfilmfest und die Radolfzeller Filmtage. Arne Braun, Staatssekretär für Kunst und Kultur, betonte die Bedeutung lokaler Kinos neben den großen internationalen Festivals. Die Förderung soll Baden-Württembergs Ruf als Filmstandort festigen und gleichzeitig sicherstellen, dass kleinere Festivals professionelle Unterstützung erhalten. Unterdessen steht die 25. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Karlsruhe für 2027 an.
Die 100.000 Euro werden den Festivals helfen, ihr Programm und ihre Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern. Die Veranstalter müssen nun die Förderauflagen erfüllen, darunter die Sicherung kommunaler Zuschüsse und die Einhaltung hoher künstlerischer Standards. Das Projekt setzt zudem Maßstäbe für künftige digitale Antragsverfahren in der Region.