Baden-Württemberg fördert Nachwuchswissenschaftler mit 3,6 Millionen Euro für globale Stipendien
H.-Dieter ReuterBaden-Württemberg fördert Nachwuchswissenschaftler mit 3,6 Millionen Euro für globale Stipendien
Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg haben für ein neues Programm namens "Global Fellowships" Fördergelder in Höhe von 3,6 Millionen Euro eingeworben. Die Initiative unterstützt Nachwuchswissenschaftler:innen, die aufgrund von Reisebeschränkungen oder gestrichenen Fördermitteln vor Herausforderungen stehen. Innerhalb von zwei Jahren sollen bis zu 14 Gastforscher:innen von dem Programm profitieren.
Das Vorhaben ist Teil des umfassenderen Förderpakets "Global Partnership in Science", das in drei Runden insgesamt rund 24 Millionen Euro umfasst. Im Fokus stehen dabei insbesondere Postdoktorand:innen, deren Arbeit durch die aktuellen globalen Einschränkungen gefährdet ist. Die Stipendiat:innen erhalten gezielt Zeit und Ressourcen, um ihre Forschung voranzutreiben und gleichzeitig internationale Karriereperspektiven zu entwickeln.
Die Mittel werden auf drei zentrale Institute verteilt: das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), das Future Collegium der Universität Konstanz sowie das College of Fellows (CoF) an der Universität Tübingen. Diese Einrichtungen werden die Forscher:innen aufnehmen und ihnen Zugang zu standortübergreifenden Programmen bieten – darunter wissenschaftliche Schulungen, Workshops und Sprachkurse.
Neben diesen drei gibt es in Deutschland zahlreiche weitere renommierte Forschungszentren, etwa das Wissenschaftskolleg zu Berlin oder das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Köln. Die genaue Zahl variiert je nach institutioneller Definition. Das neue Stipendienprogramm zielt darauf ab, die wissenschaftliche Freiheit zu stärken und den Forschungsstandort Deutschland nachhaltig zu festigen.
Die 3,6 Millionen Euro sollen Forscher:innen, die mit gekürzten Fördergeldern oder Reisebeschränkungen kämpfen, Planungssicherheit geben. Durch die Einbindung in führende Institute wird sichergestellt, dass sie ihre hochwertige Arbeit fortsetzen und gleichzeitig internationale Netzwerke aufbauen können. Die erste Kohorte der Stipendiat:innen wird voraussichtlich in Kürze ihre Tätigkeit aufnehmen.






