Apothekenbranche kämpft mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
H.-Dieter ReuterApothekenbranche kämpft mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer überalterten Belegschaft
Neue Zahlen zeigen, dass fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker mittlerweile 56 Jahre oder älter sind. Dieser Trend gibt Anlass zur Sorge, da viele in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden.
Das Durchschnittsalter von Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen Apotheken liegt bei 48,4 Jahren. Diejenigen, die in Krankenhäusern oder der Industrie tätig sind, sind mit durchschnittlich 41,3 bzw. 43 Jahren etwas jünger. Apothekenleiterinnen und -leiter hingegen sind im Schnitt noch älter: ihr Durchschnittsalter beträgt 53,6 Jahre.
Eine detaillierte Auswertung der Daten offenbart, dass 10,7 Prozent der Apotheker unter 30 Jahre alt sind. Weitere 12,5 Prozent sind zwischen 31 und 35 Jahre alt. Gleichzeitig sind 30 Prozent 56 Jahre oder älter, wobei 13,5 Prozent in die Altersgruppe 56 bis 60 fallen. Zusätzliche 6,5 Prozent haben bereits das 66. Lebensjahr überschritten.
Die Situation spiegelt eine übergeordnete gesamtdeutsche Herausforderung wider: Bis 2039 werden rund 13,4 Millionen Beschäftigte – fast ein Drittel der Erwerbstätigen des Vorjahres – die gesetzliche Altersgrenze von 67 Jahren erreicht haben. Der Austritt der Babyboomer-Generation in den nächsten 15 Jahren wird spürbare Lücken in der Personaldecke der Apotheken hinterlassen.
Angesichts eines schrumpfenden Nachwuchses muss sich die Branche auf eine Welle von Ruheständen vorbereiten. Die Daten unterstreichen die Dringlichkeit, die Erneuerung der Belegschaft voranzutreiben. Ohne gezielte Maßnahmen könnten Personalengpässe die Apothekenversorgung im gesamten Land beeinträchtigen.






