08 April 2026, 02:17

Apotheken protestieren am 23. März: Warum jetzt die Geduld der Branche am Ende ist

Eine Gruppe von Menschen mit Protestschildern und Plakaten vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund auf einem Gegenstand sitzend und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, vor einem Hintergrund von Gebäuden mit Fenstern und Schildern in Deutschland.

Apotheken protestieren am 23. März: Warum jetzt die Geduld der Branche am Ende ist

Apotheken in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München gehen am 23. März auf die Straße – mit Kundgebungen und Demonstrationen protestieren Apothekeninhaber und Apothekerverbände gegen die Politik. Sie fordern höhere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen. Auch wenn einige Apotheken für den Tag schließen, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin ihr Gehalt.

Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine abgestimmte Maßnahme von Arbeitgebern und Beschäftigten. Nach deutschem Recht greift hier der Grundsatz des Annahmeverzugs: Selbst wenn eine Apotheke während der Proteste geschlossen bleibt, müssen die Angestellten bezahlt werden. Vorgesetzte dürfen sie weder zur Teilnahme an den Demonstrationen verpflichten noch zum Nacharbeiten der ausgefallenen Stunden auffordern.

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Die Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibt durch Notdienstapotheken sichergestellt. Ob eine Filiale schließt, entscheidet die jeweilige Leitung – nicht die Belegschaft. Arbeitgeber können zwar Aufgaben verteilen, die remote oder während der Schließung erledigt werden können, doch die Teilnahme an den Kundgebungen bleibt freiwillig.

Hinter dem Protest stehen langjährige Forderungen nach fairer Finanzierung und entlasteten Arbeitsbedingungen. Apothekerverbände warnen seit Jahren vor einer Überlastung des Systems und drängen auf Reformen. Die Demonstrationen sollen den politischen Druck erhöhen, um diese Missstände endlich anzugehen.

Am 23. März wird es in mehreren Großstädten zu Schließungen kommen, doch die Beschäftigten sind durch gesetzliche Lohnansprüche abgesichert. Notdienste garantieren weiterhin den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten. Das Ergebnis der Proteste könnte die künftigen Verhandlungen zwischen Apothekern und Regierungsvertretern maßgeblich beeinflussen.

Quelle