08 May 2026, 10:19

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und knappen Budgets bis 2027

Plakat mit der Aufschrift "Senken der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Verwaltung" mit Text und Logo.

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und knappen Budgets bis 2027

Apotheken in Deutschland stehen unter wachsendem finanziellen Druck, da die Lohnkosten weiter steigen. Eine Reihe von Gehaltserhöhungen, darunter die jüngste Anhebung des Mindestlohns, wird die jährlichen Ausgaben vieler Betriebe um mehrere tausend Euro erhöhen. Branchenexperten warnen, dass die ohnehin knappen Budgets des Sektors in den kommenden Jahren noch weiter belastet werden könnten.

Die jüngste Lohnerhöhung trat am 1. Januar 2026 in Kraft und sieht eine Steigerung um 3 Prozent im Rahmen der bestehenden Tarifverträge vor. Diese Änderung allein kostet eine durchschnittliche Apotheke zusätzliche 9.500 Euro pro Jahr. Auch der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro, was die jährlichen Ausgaben der Betriebe um etwa 700 Euro erhöht.

Weitere Erhöhungen stehen bereits bevor: Zum 1. Januar 2027 klettert der Mindestlohn auf 14,60 Euro – ein Anstieg von 17,6 Prozent seit 2024. Gleichzeitig läuft der aktuelle Tarifvertrag mit dem Tarifverband der Apothekenleiter (TGL) in Nordrhein-Westfalen am 30. Juni 2026 aus, und die bundesweite Adexa-ADA-Vereinbarung endet am 31. Dezember 2026.

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Die Gewerkschaft Adexa bereitet sich nun auf neue Verhandlungen vor. Die Treuhand Hannover hat jedoch gewarnt, dass die wiederholten Lohnerhöhungen die Arbeitgeber stark belasten werden. Da keine finanziellen Entlastungen in Sicht sind, müssen sich viele Apotheken auf schwierigere Bedingungen einstellen.

Die Kombination aus steigendem Mindestlohn und Tarifabschlüssen wird die Apotheken in den nächsten zwei Jahren zwingen, höhere Kosten zu tragen. Die Arbeitgeber müssen nun neue Verhandlungen führen und gleichzeitig mit stark eingeschränkten Budgets wirtschaften. Die finanzielle Belastung des Sektors wird voraussichtlich anhalten – ohne dass kurzfristige Lösungen in Aussicht sind.

Quelle