Angelina Jolie kehrt mit Couture zurück – ein Film über Leben, Krebs und Pariser Fashion Week
Harry GirschnerAngelina Jolie kehrt mit Couture zurück – ein Film über Leben, Krebs und Pariser Fashion Week
Angelina Jolie kehrt mit Couture auf die Leinwand zurück, einem neuen Film unter der Regie von Alice Winocour. Die Schauspielerin spielt Maxine, eine amerikanische Filmemacherin, die in Paris sowohl private als auch berufliche Herausforderungen meistern muss. Winocours Werke befassen sich häufig mit Frauen, die zwischen öffentlichem und privatem Leben balancieren – ein zentrales Thema dieses Projekts.
Maxine kommt nach Paris, um einen Eröffnungsfilm für die Fashion Week zu drehen. Für sie ist das Projekt eine Chance, ihre Ambitionen als Spielfilmregisseurin voranzutreiben. Gleichzeitig erhält sie die Diagnose Brustkrebs – eine Krankheit mit tiefer persönlicher Bedeutung. Ihre Mutter starb 2007 daran, und Jolie selbst unterzog sich 2013 einer vorbeugenden doppelseitigen Mastektomie.
Auch Maxines Privatleben ist turbulent: Sie durchlebt eine bitteren Scheidung und kämpft darum, eine Verbindung zu ihrer Teenager-Tochter aufzubauen. Der Titel Couture bedeutet im Französischen auch „Nähte“ und spiegelt wider, wie die Geschichte Maxines berufliche, familiäre und gesundheitliche Kämpfe miteinander verwebt.
Jolies Darstellung setzt weniger auf Dialoge als vielmehr auf ihre ausdrucksstarke, stille Intensität. Dieser Ansatz erinnert an frühere Rollen, etwa in By the Sea (2015), wo sie während ihrer eigenen Scheidung von Brad Pitt den Zerbruch einer Ehe erkundete. In Maria (2020) verkörperte sie Maria Callas und lotete erneut die Isolation des Ruhms aus.
Der Film unterstreicht Jolies Fähigkeit, tiefe Emotionen mit wenigen Worten zu vermitteln. Zudem führt er ihre Tendenz fort, Rollen zu wählen, die mit eigenen Lebenserfahrungen verknüpft sind. Couture reiht sich ein in ihr Werk, das sich mit den privaten und beruflichen Kämpfen von Frauen im Rampenlicht auseinandersetzt.
