03 March 2026, 18:47

Altes Video bringt CDU-Spitzenkandidat Hagel vor der Landtagswahl in Erklärungsnot

Ein Mann steht an einem Rednerpult mit einem Mikrofon und hält eine Präsentation vor einem Projektionsschirm, mit Stühlen, einer Pflanze, Fotorahmen, Vorhängen und Deckenleuchten im Raum.

Altes Video bringt CDU-Spitzenkandidat Hagel vor der Landtagswahl in Erklärungsnot

Ein umstrittenes Video aus dem Jahr 2018 setzt den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg unter Druck. Der Ausschnitt, den die Grünen-Politikerin Zoe Mayer am 24. Februar 2026 online geteilt hatte, zeigt Hagel, wie er einen Schulbesuch schildert – auf eine Weise, die Kritiker als überholt bezeichnen. Die öffentliche Empörung folgte prompt: Millionen sahen die Aufnahmen, und politische Größen mischten sich in die Debatte ein.

In der acht Jahre alten Aufnahme beschreibt Hagel einen Besuch an einer weiterführenden Schule, bei dem ein Mädchen namens Eva die erste Frage stellte. Seine Wortwahl im Video zog seitdem scharfe Kritik auf sich, darunter vom Grünen-Co-Vorsitzenden Felix Banaszak, der darin ein Zeichen für eine veraltete politische Kultur sah. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir reagierte zurückhaltender, äußerte aber ebenfalls Bedenken.

Hagel räumte ein, die Äußerungen seien ein Fehler gewesen, und betonte, er würde sich heute anders ausdrücken. Bisher wurden jedoch keine formellen Konsequenzen – etwa ein Rückzug seiner Kandidatur – bekannt gegeben.

Nina Warken, Vorsitzende der Frauen-Union der CDU und Bundesgesundheitsministerin, verteidigte Hagel als verantwortungsvollen Politiker mit modernen Ansichten zur Gleichberechtigung. Zugleich deutete sie an, die Veröffentlichung des Videos kurz vor der Wahl könnte eine gezielte Taktik sein. Warken unterstrich ihr Vertrauen in Hagels Engagement für die Rolle von Frauen in Politik und Gesellschaft.

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Die Kontroverse kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Hagel bleibt zwar Spitzenkandidat seiner Partei, doch die Folgen des Videos beherrschen weiterhin die Diskussionen.

Die Veröffentlichung des Clips löste eine breite Debatte aus: Während Hagel von Gegnern scharf kritisiert wird, erhält er von Verbündeten Rückendeckung. Zwar gab er zu, sich unglücklich ausgedrückt zu haben, doch an seiner Kandidatur ändert sich vorerst nichts. Der Vorfall wirft nun einen Schatten auf die entscheidende Phase des Wahlkampfs.