Alles von vorne - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet
Paula GumprichAlles von vorne - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet - Alles von vorne - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet
Von vorne – Vergiftungsfall mit Pflegerin neu aufgerollt
Von vorne – Vergiftungsfall mit Pflegerin neu aufgerollt
Von vorne – Vergiftungsfall mit Pflegerin neu aufgerollt
Vor dem Landgericht Heilbronn muss sich erneut die 25-jährige Rettungssanitäterin in Ausbildung, Larissa S., wegen des Vorwurfs der versuchten Vergiftung von Kollegen verantworten. Das Verfahren, in dem es um vier Fälle von versuchtem Mord geht, wurde mit acht zusätzlichen Verhandlungstagen wiederaufgenommen. Die Angeklagte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft wirft Larissa S. vor, aus „tief sitzender Wut“ über Kritik an ihrer Arbeit Notfallmedikamente in die Getränke ihrer Kollegen gemischt zu haben. Zudem soll sie die Wirkung der Substanzen am Menschen testen wollen. Die Verteidigung hingegen räumt zwar ein, dass die Angeklagte die Getränke manipuliert habe, bestreitet jedoch jede Absicht, Schaden oder gar den Tod ihrer Kollegen herbeiführen zu wollen.
Die Anklage hält dem entgegen, Larissa S. habe die möglicherweise tödlichen Folgen ihres Handelns zumindest „vorausgesehen und billigend in Kauf genommen“. Unterdessen einigten sich Verteidigung und die Vertreter zweier betroffener Kollegen außergerichtlich auf eine finanzielle Entschädigung sowie ein offizielles Entschuldigungsschreiben von Larissa S.
Die Verhandlung wird nun mit den neu anberaumten Terminen fortgesetzt. Die Angeklagte bleibt in Haft, während das Gericht die Beweislage und Argumente beider Seiten prüft. Das Urteil wird zeigen, ob sie wegen versuchten Mordes verurteilt wird.