27 June 2026, 12:13

AfD an Berliner Schule: Proteste gegen rechtsextreme Podiumsdiskussion in Spandau

Wahlveranstaltungen in Schulen

AfD an Berliner Schule: Proteste gegen rechtsextreme Podiumsdiskussion in Spandau

Die AfD hat für Aufsehen gesorgt, nachdem sie an einer Podiumsdiskussion an einer Berliner Schule teilgenommen hatte. Schülerinnen und Schüler der TIEM-Gesamtschule in Spandau protestierten gegen die Einbindung der Partei, doch die Veranstaltung fand trotzdem statt. Die AfD ist für ihre rechtsextreme Ausrichtung und spalterische Rhetorik bekannt.

Seit 2016 ist die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten und aktuell mit 18 Prozent in Umfragen zweitstärkste Kraft. Besonders häufig richtet sich ihre Botschaft an junge Menschen – Parolen wie „Echte Männer sind rechts“ verbreiten sich etwa auf Plattformen wie TikTok.

Kritiker warfen der Partei bei der Veranstaltung an der TIEM-Schule vor, es handele sich vor allem um Wahlkampfveranstaltungen ohne echten Austausch oder sachliche Debatte. Schulen in Deutschland dürfen Politiker ausschließen, wenn deren Anwesenheit pädagogischen Zielen widerspricht.

Gleichzeitig warnen einige davor, dass ein Ausschluss der AfD von solchen Formaten den gegenteiligen Effekt haben könnte: Die Partei könnte bei Schülerinnen und Schülern als Opfer von Ausgrenzung wahrgenommen werden und dadurch an Attraktivität gewinnen. Offiziell wird die AfD als rechtsextrem eingestuft; sie schürt Feindseligkeit gegenüber Migranten, queeren Menschen und Frauen, die ihre Ideologie ablehnen.

Ein Ausschluss der AfD von Schulveranstaltungen würde ein klares Zeichen gegen Extremismus setzen und dem Grundsatz der politischen Neutralität im Bildungsbereich entsprechen. Doch Schulen müssen abwägen, ob sie damit nicht ungewollt den Einfluss der Partei verstärken.

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