15 Millionen Euro für Quantensensoren: Wie QSens die Medizin revolutioniert
Enrico Herrmann15 Millionen Euro für Quantensensoren: Wie QSens die Medizin revolutioniert
Der Zukunftscluster QSens, eine gemeinsame Initiative der Universitäten Stuttgart und Ulm, hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine zusätzliche Förderung in Höhe von 15 Millionen Euro erhalten. Diese zweite Förderphase soll die Entwicklung von Quantensensoren vorantreiben – insbesondere in biomedizinischen Bereichen wie der Steuerung von Prothesen und der Früherkennung von Krankheiten.
Der Cluster ist Teil der Clusters4Future-Initiative des BMBF, die Innovationen fördern will, indem sie Forschung und Industrie vernetzt. QSens hat bereits Fortschritte bei der Schaffung eines Ökosystems erzielt, das Universitäten, Großunternehmen und Start-ups verbindet, um Quantentechnologien aus dem Labor in die praktische Anwendung zu bringen.
In der ersten Förderphase von 2021 bis 2024 erhielt QSens rund 15 Millionen Euro. In dieser Zeit baute der Cluster ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen, Konzernen und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen (KMU) auf. Diese Zusammenarbeit legte den Grundstein dafür, die Erforschung von Quantensensoren in konkrete Anwendungen zu überführen.
Mit den nun weiteren 15 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre rückt der Fokus auf biomedizinische Sensoren. Geplant sind unter anderem Projekte zur Entwicklung von Quantensensoren für die Steuerung intelligenter Prothesen und die frühe Diagnose von Erkrankungen. Zudem soll ein Verein gegründet und die Plattform Quantum4SME ausgebaut werden, um KMU den Zugang zu Reinraumlabors und hochmoderner Ausstattung zu ermöglichen.
Quantensensoren sind in Branchen wie Medizintechnik, autonomem Fahren und intelligenter Fertigung zunehmend gefragt. Der QSens-Cluster spielt eine zentrale Rolle in einem wachsenden regionalen Quantennetzwerk, zu dem auch das Center for Integrated Quantum Science and Technology (IQST) und das Stuttgarter Zentrum für Angewandte Quantentechnologie (ZAQuant) gehören. Seine Arbeit steht im Einklang mit der übergeordneten Clusters4Future-Initiative, die Deutschlands Position als Innovationsführer stärken will – durch besseren Wissenstransfer und die Erschließung neuer wirtschaftlicher Chancen.
Die neue Förderung ermöglicht es QSens, Quantentechnologien weiterzuentwickeln und in autonome Systeme zu integrieren. Durch den Ausbau des Zugangs zu spezialisierten Einrichtungen will der Cluster den Transfer von der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung beschleunigen. Die Initiative unterstreicht damit Deutschlands Engagement für Spitzentechnologie und die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft.






